Brennpunkt

 

Gabriele Bock (SPD)

Für mich  - und für fast alle Godesberger Bürgerinnen und Bürger - wäre die Schließung dieser Kammerspiele eine Katastrophe..

Diesen , meinen  Standpunkt  kennen   alle meine SPD-GenossInnen sehr genau und ich finde da keine Entschuldigung, keine Ausreden. Das Theater ist an diesem Platz nicht zu ersetzen , weder mit anderen Kompromissen (Kindertheater, Kabarett etc ) noch durch ausgedünntere Theaterstücke. Auch äußerlich - Theaterplatz -  wäre Godesberg am Abend rein arabisch...das darf ich natürlich nicht laut  sagen , aber da ich noch bis jetzt "Deutsch für Ausländer " unterrichte und nie als intolerante Lehrerin  galt, muß ich das genau so benennen, wie es ist.
Ich werde mich  vehement  für das Godesberger Theater  einsetzen, so wie ich das bis jetzt getan habe  und ich werde keine Kompromisse akzeptieren. Hoffentlich gibt  Ihnen dies etwas Zuversicht. So bald wir uns wieder über den Weg laufen, werde ich Sie ansprechen.

Mai 2014

 

Kulturkonzept -Einspruch

 

An die Mitglieder
des Rats der Stadt Bonn

 

Bonn, den 9.11.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor Ihnen liegt zu Kenntnisnahme und Beratung das „Kulturkonzept für die Stadt Bonn 2012-2022“. Wir bitten Sie, unsere folgenden Einwände zu berücksichtigen und diese Vorlage in der vorliegenden Fassung abzulehnen.

1.Das „Kulturkonzept für die Stadt Bonn 2012-2022“ enthält - neben einer Bestandsaufnahme - wertvolle Anregungen, - leider jedoch nicht zum Theater der Stadt Bonn. Zwei Vorschläge werden gemacht: Für die zentrale Spielstätte des Schauspiels, die Kammerspiele Bad Godesberg, soll eine alternative Nutzung gefunden - also praktisch geschlossen - werden. Die Kammerspiele sollen - mit eigener Bühne - in das Opernhaus integriert werden
Diese Schließung wird damit begründet, dass das Schauspiel - jetzt an drei Standorten - so nicht als „Impulsgeber“ oder „Magnet“ in der Stadt wirken könne. Von der Unterbringung des Schauspiels in der Oper versprechen sich die Autoren die Entwicklung eines „echten Gravitationszentrums“ und „überregionale Strahlkraft“.

2. Die Vorschläge sind nicht überzeugend. Ihre Verwirklichung würde die in drei Jahrzehnten gewachsene Schauspielkultur zerstören, ohne eine attraktive Alternative zu bieten. Das Schauspiel des Theater Bonn wird nicht dadurch zum „Impulsgeber“ oder „Magnet“ - was immer solche Vokabeln der Berater- und Managementsprache bedeuten mögen - , dass es seine bestehenden drei Spielstätten schließt, zentralisiert und in ein Operngebäude „integriert“. Bekanntlich befinden sich diese Spielstätten in drei geschichtsträchtigen Stadtteilen mit eigener Identität, sind unterschiedlich ausgestattet und sollen damit unterschiedliche Funktionen für das Theater erfüllen. Eine Auflösung dieser Spielstätten - vor allem der bisher zentralen in Bad Godesberg - würde die Vielfältigkeit und Attraktion des Programms erheblich mindern und dem Kulturstandort Bonn schad

Die Vorschläge berücksichtigen nicht die städtebauliche Entwicklung unserer Stadt. Sie erwecken mit ihrem zentralistischen Leitmotiv den Eindruck, als ob eine neue Stadt – Bonn-Nova – gebaut werden solle. Angesichts der prekären Haushaltslage der Stadt Bonn sollte Kosten in weitere Strukturen vermieden werden

3. Wir erinnern daran, dass sich vor nur sechs Jahren 30.000 Unterzeichner gegen eine Schließung der Kammerspiele ausgesprochen haben. Von vagen Ideen einer „alternativen kulturellen Nutzung“ werden diese sich nicht beeindrucken lassen.
Wir erinnern daran, dass die Koalitionsvereinbarung CDU/Bündnis 90 die Grünen für die Ratsperiode 2009-2014 klar formuliert: “Die bisherigen Spielstätten des Theater Bonn – Opernhaus, Kammerspiele Bad Godesberg und Halle Beuel – bleiben erhalten“.

Wir appellieren daher an den Rat und an den Oberbürgermeister der Stadt Bonn, diese Vorschläge nicht weiter zu verfolgen!


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ludger Buerstedde
Angela Biller
Elisabeth Einecke Klövekorn
Dorle Miesala
Prof. Dr. Kurt P. Tudyka

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