Aktuelles

Kammerspiele bleiben als Spielstätte des Bonner Theaters!

 

Philipp Lerch (CDU) und Andreas Falkowski (Grüne)

Diese Weichenstellung ist ein kulturpolitischer Meilenstein für Bonn und Bad Godesberg sowie der lang ersehnte Befreiungsschlag für die Kammerspiele und die Bad Godesberger Innenstadt. Viel zu lange schwebte eine drohende Schließung der Kammerspiele wie ein Damoklesschwert über der Bad Godesberger Innenstadt. Wir sind ausgesprochen erleichtert, dankbar und zufrieden.

Das Engagement der Freunde der Kammerspiele, der Einsatz vieler Bürger sowie die hartnäckige Überzeugungsarbeit der Bezirksverordneten waren nicht umsonst. Nach jahrelangen lähmenden Diskussionen hoffen wir, dass nun auch die vielen kreativen Vorschläge aus der Bezirksvertretung zur Attraktivitäts- und Effizienzsteigerung der Kammerspiele, etwa im Bereich der Gastronomie und der zusätzlichen Auslastung der Räume, aufgegriffen werden.

Ga 18.12.2015

 

"Mit Befremden und Unverständnis haben die Freunde der Kammerspiele aus Presseberichten vernommen, dass die Stadtverwaltung erwäge, dem Kabarett „Pantheon“ auch die Kammerspiele als zukünftigen Spielort anzubieten. Sie fordern die Stadtverwaltung auf, sich von solcherlei Erwägungen sofort zu distanzieren. Die Kammerspiele sind die Hauptspielstätte und der Produktionsort des Schauspiel Bonn und müssen das im Interesse eines qualitätsvollen Sprechtheaters der Bundesstadt Bonn auch ausschließlich bleiben. Damit verträgt sich nicht ein Kabarettbetrieb im selben Haus."

 

Gesellschaft der Freunde der Kammerspiele e.V.
Vorsitzender
Prof. Dr. Kurt P. Tudyka
 

Lieber Herr Tudyka,

nein, eine resignierte Haltung nehme ich ganz sicher nicht ein........
 

Herzliche Grüße,

Ihr Bernhard Helmich

21.1.2015

 

(den gesamten, vertraulichen, Inhalt des Briefes von Dr. Helmich, möchten wir aus datenschutztechnischen Gründen nicht veröffentlichen)

 

GESELLSCHAFT DER FREUNDE DER KAMMERSPIELE e.V.
Vorsitzender
Prof. Dr. Kurt P. Tudyka

17.1.2015


lieber Herr Dr. Helmich,

mit Befremden haben wir einen tendenziösen Bericht in der Lokalzeitung vom 16.1. über die jüngste Kulturausschusssitzung gelesen. Uns erscheint, dass hier ein weiteres Mal die Zermürbungstaktik gegen den Standort des Schauspiels in Bad Godesberg mit einigen neuen Ingredienzen fortgesetzt wird.
So kommt plötzlich der TÜV ins bekannte Spiel. Zwei Millionen Euro müssten in eine neue Bühnenmaschinerie investiert werden. "Dem Vernehmen nach" müssten sogar noch mehrere Millionen Euro in das Haus gesteckt werden. Eine Architektin schaue sich nun nach dem Rechten um. Ja und dann werden Sie zitiert, "zwischen den Standorten entstünden außerdem hohe Transportkosten". (Diese Lachnummer hat vor einige Jahren ein inzwischen abgehalfteter SPD-Politiker zum Besten gegeben). Schließlich heißt es: "Allein in Godesberg sind 58 Mitarbeiter beschäftigt (Garderobe, Technik, Maske, Requisite)". Gern wüssten wir, wo sich diese über ein halbes hundert Mitarbeiter aufhielten; sie sind uns noch nicht aufgefallen. Zu guter Letzt wird das Schauspiel noch in die umzubauende Garage des maroden Operngebäudes verlegt.

Gern wüssten wir, ob Sie in diesem Bericht richtig wieder gegeben werden. Nach dem Bericht nehmen Sie eine resignierte  Haltung mit einer dekonstruktiven Wirkung ein, die den kulturfeindlichen Kräften dieser Stadt ins Konzept passt. Wir hätten kein Verständnis für einen Intendanten, der seine Spielstätten - und besonders das Schauspiel - nicht verteidigt, sondern sich als Kronzeuge für deren Zerstörung hergäbe.

 

Mit freundlichen Grüßen

Kurt P. Tudyka

 

 

Im Rahmen einer dringend notwendigen Auffrischung der Gardrobenräume in den Kammerspielen, sorgten die Freunde der Kammerspiele u.a. mit neuen Spiegeln auch für besseren Durchblick.

 

 

Dank einer grosszügigen Spende  unseres Fördermitglieds Christian Schmitz von der Manufaktur Wohnsinn in Bonn Bad Godesberg, erhielt auch die alte Chaiselounge in der Herrengradrobe einen schicken Bezug und die Damengardrobe eine kleine Gardine. Für frische Farbe (eine rose farbene und bleu farbene Wand zeigen ab sofort in welcher Gardrobe man sich gerade befindet) sorgte Malermeister Reinert Bonn.

 

An die Freunde der Kammerspiele

 

"Mit Freude haben wir unsere frisch renovierten Garderobenräume in den Kammerspielen zu Beginn der neuen Spielzeit betretgen und natürlich auch schon genutzt.

 

Im Namen des Schauspielensembles möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken.

 

Wir freuend uns darauf, Sie bald wieder bei uns im Theater zu sehen und Ihnen weiterhin streitbares, unterhaltsames und qualitativ hochwertiges Theater bieten zu können"

 

das Schauspielensemble

des Theaters der Bundesstadt Bonn

 

 



Premiere Waffenschweine 8.5.2014 in  den Kammerspielen

Anläßlich der Premiere, die mit tosendem Beifall der Zusachauer endete ,gab es genügend Gelegenheit mit "echten Burschenschaftlern" während der Premierenfeier ins Gespräch zu kommen - Fanden Sie das Stück realistisch, der Bierverschiss... gibt es so was in echt, die Kameradschaft, was spielen die Frauen für eine Rolle, usw, usw .....lebendiges Theater.

Mai 2014 AB 

 

 

 

 

Bei den Opernfreunden

Das Gespräch im Opernfoyer am 5. Mai mit Klaus-Peter Gilles (CDU), Ernesto Harder (SPD), Barbara Wrany (FDP), Jürgen Repschläger (Linke), Ros Sachse-Schadt (Grüne), Johannes Schott (BBB), Felix Kopinski (Piraten) unter Leitung von Ulrich Bumann kreiste fast ausschließlich um die Opern-Frage. Das war für die auch zahlreich erschienenen Freunde der Kammerspiele enttäuschend. Als das Publikum nach mehr als zwei Stunden meist belanglosem, ausschweifendem Geplauders die Gelegenheit erhielt sich zu melden und Raul Kaiser die Bemerkung der CDU von den zu vielen „sechs Spielstätten“ des Theater Bonn aufgriff und in Frage stellte, weil doch nur zwei (Opernhaus und Kammerspiele) vollwertig ausgebaut seien, meinte der CDU-Vertreter, dass man das erst von Sachverständigen prüfen lassen müsse! War das nun Ignoranz, Polemik oder gar Böswilligkeit? Am eindeutigsten zu Gunsten der Bonner kulturellen Vielfalt, einschließlich explizit der Kammerspiele, äußerte sich der Vertreter der Linken.

Mai 2014

 

Wo sind sie geblieben? –
Die Angehörigen des Ensembles von Klaus Weise 2012/13

 

Günter Alt Theater Bochum     

Bernd Braun Theater Bonn

Susanne Bredehöft Film Berlin

Philine Bührer?

Oliver Chomik Film Berlin

Ralf Drexler lebt in Köln

Anastasia Gubareva Gorki Theater Berlin

Arne Lenk am Theater Bielefeld  

Konstantin Lindhorst Gast in Wiesbaden und Mainz

Nico Link ?

Rolf Mautz lebt in Bonn

Maria Munkert Theater Heidelberg

Tanja von Oertzen Theater Heidelberg

Tatjana Pasztor bei Duisburger Akzente

Stefan Preiss Fringe Ensemble Bonn

Hendrik Richter Gast in Mainz

Wolfgang Rüter Theater Bonn

Birte Schrein Theater Bonn

Nina Vodop’yanova ?

Anke Zillich Theater Bochum

Briefwechsel

9.10.2013

Sehr geehrter Herr Dr. Tudyka,

es ist schön und wahrlich rührend, wenn die Bonner Lobby in diesen Theatereröffnungstagen so schön funktioniert und aus allen Ecken so dringlich auf „Karl und Rosa“ aufmerksam macht. Selbstverständlich hat mein Kollege und Mitarbeiter, Herr Rossmann, sich die Premiere dieser Romanverkleinerungsdramatisierung angeschaut und wird sich auch noch weitere Premieren (sofern sie nicht ins Irgendwann  verschoben werden und dann überhaupt auf dem Spielplan weiter existieren) anschauen und dann zu einem uns geeignet scheinenden Moment auf das alles zurückkommen. Auch bin ich erstaunt, dass Sie das Bonner Theater als „Sprechtheater“bezeichnen.

 

Ich habe immer geglaubt, bei „Sprechtheater“ handele es sich um Hörspiel.

Oder wird seit neuestem im Bonner Schauspiel nur noch gesprochen, nicht auch noch sich bewegt, mit Licht und Schatten, Bildern und Tönen und Körperspannungen gearbeitet? In der Hoffnung, Sie nicht ganz getröstet, Ihnen aber ein klein wenig gedient zu haben, bin ich mit freundlichem Gruß, besten Wünschen und vorzüglicher Hochachtung

Ihr sehr ergebener Dr. Gerhard
Stadelmaier“ (FAZ)

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Sehr geehrter Herr Dr. Stadelmaier,

ich freue mich, dass ich Ihr wunderbares Vokabular, wenn nicht um ein Wort so doch um einen Begriff zu erweitern scheine. Zur Bühne mit der von Ihnen bevorzugten Bezeichnung "Schauspiel" wird auch nicht nur geschaut, oder auf ihr zur Schau gestellt. Ebenso wenig wird im Musiktheater nicht nur musiziert
und im Tanztheater nicht nur getanzt. Sie verstehen, was ich meine. Schließlich habe ich Ihren pfiffigen Be"sprechungen" immer entnommen,
dass Sie auf das "Sprechen" besonderen Wert legten. Mit Dank für den
kleinen Trost und angelegentlichen Grüßen verbleibe ich als

Ihr Kurt P. Tudyka

 Kunstmuseum Bonn © Stadt Bonn

 

Zur Bonner Kulturpolitik – Das sogenannte „Kulturkonzept 2012-2022“

 

Seit Anfang April liegt die Endfassung des sogenannten „Bonner Kulturkonzepts 2012-2022“ vor, ein fiktives Vademecum einer sich wichtigtuerisch und sich aufplusternden Stadt gespickt voller Wünsche und Mutmaßungen über Entwicklungen für zehn „Handlungsfelder“.

Im Kapitel über die Darstellende Kunst heißt es ohne Rücksicht auf die Beschlüsse der Bad Godesberger Bezirksvertretung und die Einwände der Stadtverordnetenversammlung (vgl. Rundbriefe 55/56): „Das Theater Bonn ist 2022 an einer Stelle zusammengefasst, um als echtes Gravitationszentrum, Impulsgeber und Magnet wirken und überregionale Strahlkraft entwickeln zu können. … Die Kammerspiele Bad Godesberg, für die eine alternative kulturelle Nutzung, die auch die Nutzung als Theaterspielstätte (auch des Theaters Bonn) umfasst, gefunden worden ist, sind mit eigener Bühne in das Opernhaus integriert worden.“ Dem Kulturdezernent ist die „überregionale Strahlkraft“ des „echten Gravitationszentrums, Impulsgebers und Magneten“ 2022 am Boeselagerhof offenbar noch zu wenig, denn er fügt im folgenden Absatz gleich hinzu: „Auf dem Gelände der Halle Beuel ist ein neu gestaltetes, mehrspartiges Theaterzentrum als Ort der Theaterkunst entstanden. Die dort angesiedelten autonomen, professionellen und überregional anerkannten Akteure nutzen die Räumlichkeiten des als öffentlicher Betrieb … bewirtschafteten Gebäudes … Ihr synchrones Wirken ermöglicht die Entstehung von eigenen ästhetischen Formen mit europäischer Strahlkraft. Dort ist eine Symbiose erreicht worden, die dialoghaft das Know-how und die Effizienz der Freien Szene mit den Ressourcen des Stadttheaters verbindet. Das Theaterzentrum ist Bestandteil eines neuen Spielstättenkonzepts“. Also linksrheinisch strahlt die theatrale Kraft nur überregional, rechtsrheinisch gleich europäisch! Man kann über die Managerlyrik des „Kulturkonzepts“ spotten, man kann über dessen Fiktionen für eine überschuldete Kommune lächeln, man kann auch über die Vermischung der Qualitäten von Privattheatern und Stadttheater nur den Kopf schütteln, doch man muss sich über die Unverfrorenheit entrüsten, mit der hier eine historisch gewachsene und demokratisch legitimierte Theaterkultur zur Disposition gestellt wird.

K. Ty

April 2013

 

 

Kooperation mit dem Päda

Mit der Otto-Kuehne-Schule, dem Päda, freuen wir uns, einen engagierten Kooperations-Partner bezüglich unseres Anliegen,  "die kulturelle Bildung der Jugend und das damit verbundene Heranführen an das Sprechtheater" zu fördern und zu unterstützen, gefunden zu haben und hoffen  auf eine lebendige Umsetzung dieser Ziele.

 

Wir danken der engagierten Schulleitung, Herrn Christian Kuehne und Frau Wackertapp, u.a. als Leiterin der Theater Ag , sowie den Redakteuren der Schülerzeitung und den Akteuren der Theater AG,  für ihr Interesse und ihre freundliche Unterstützung.

 

Die FdK laden zu Probenbesuchen ein, unterstützen den redaktionellen Teil der Schülerzeitung mit Anzeigen, vermitteln Kontakte zu Schauspielern und Regisseuren und stehen der Theater AG auf Wunsch unterstützend zur Seite. Schüler, Lehrer und Eltern des Pädas  sind zu unseren Veranstaltungen herzlichst eingeladen. Gerne werden wir dem Angebot,  einmal jährlich unsere Gesprächsreihe Ein-Sichten in der  Aula des Pädas durchzuführen, folgen.

www.otto-kuehne-schule.de

 

März 2013

Ab 2013 neue Schauspieldirektorin in Bonn

Sept. 2012 Eine besondere Wertschätzung erfuhren die FdK durch den designierten General Intendanten Dr. Helmich, in dem er uns zeitgleich zu der Bekanntgabe im Rat der Stadt Bonn,  die neue Schauspieldirektorin Frau Nicola Bramkamp  , bei einem Treffen im Hotel Königshof vorstellte. 

Das Rheinland und dessen etablierte (und freie) Theaterszene kennt Nicola Bramkamp gut. Von 2002 bis 2004 wohnte sie in Köln und war Projektleiterin des Theaterfestivals Impulse, veranstaltet vom Kultursekretariat NRW..