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Kammerspiele Sprechtheater Bonn
IST DAS KUNST
- DANN MUSS DAS WEG!
Wer kennt nicht die große Bronzeskulptur des Wiener
Bildhauers Alfred Hrdlicka im Foyer der Bonner
Kammerspiele? Sie
war anlässlich einer Aufführung von Faust I und II 1983
geschaffen worden und
stand bis zum 9. Dezember 2010 in den Kammerspielen. An
diesem Tag wurde sie vor der Öffentlichkeit verborgen in
das abgeschirmte Bonner Areal des Innenministeriums
verschleppt. Selbst die Mitglieder des Kulturausschusses
wussten nichts von der Transaktion. Nur der
Generalintendant war informiert.
Die 2,65 Meter hohe, 500 kg (mit Marmorsockel) schwere
Bronzeskulptur von Alfred Hrdlicka im Foyer der
Kammerspiele (geschätzter Wert 1 Mio. €) war eine
Dauerleihgabe des Bundes an die Stadt, die auf einem
Vertrag vom 2.3.1983 beruhte. Am 23.6.2009 hat der
frühere Kulturdezernent Dr. Ludwig Krapf den Vertrag zum
31.12.2009 gekündigt. Als Grund nannte er in seinem
Schreiben, das Foyer würde gründlich renoviert und der
Raum für andere Zwecke gebraucht werden müssen. Hat mit
dieser „Entsorgung“ die „Entkernung“ der Kammerspiele
begonnen?
Zwei Tage nach dem Abtransport der Skulptur wurde im
Opernhaus über „Ist das Kunst oder muss das weg?“
diskutiert. Soll man in Bonn das „oder“ nicht
durch ein „dann“ ersetzen, dann protestieren Sie mit uns
gegen den neuen Streich der städtischen Verwaltung und
fordern Sie vom neuen Kulturdezernenten, Herrn Martin
Schumacher,
eine Rücknahme des Beschlusses und die Rückführung der
Skulptur. (Martin.Schumacher@bonn.de).

Bronzeskulptur ist weg
Wir setzen uns für den Erhalt der Kammerspiele Bad Godesbergg als Hauptspielstätte des städtischen Sprechtheaters ein. Wir vertreten dieses Anliegen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik..

