Bernd Braun Bonner Theaterpreisträger 2011

Thespis-Preisträger 2011 wurde Bern Braun, was sicher auch an seinem grandiosen „Puntila“, liege, indem er durch Brechts finnisches Volksstück tobt und tänzelt und sei als begnadeter Säufer fürchterlich menschlich und in nüchternem Zustand einfach hinreißend unausstehlich sei, sagte die Laudatorin Elisabeth Einecke-Klövekorn. Die Gewinner des Sonderpreises, Betriebsdirektor Bernd Riebl, seine Techniker und Bühnenarbeiter bezeichnete sie als Spitzenklasse. „Der Schauspieler in seinen Rollen“ war das Thema, das sich Prof. Werner Gephart für seinen Festvortrag gewählt hatte, der viel gewolltes Gelächter auslöste und schließlich mit großem Beifall bedacht wurde. Musikalisch begleitete der bekannte Jazz-Saxophonist Peter Materna die Matinee.

Zu Beginn der Preisverleihung hatte der Stellvertretende Generalintendant Burkhard Nemitz betont, dass Theater und Kunst nicht nur ein pädagogisches Instrument für junge Menschen, nicht nur Mittel zur Integration und Partizipation sind. Das alles ist das Theater auch und war es schon immer. Im Zentrum des Theaters steht aber der Zuschauer und damit wir selbst, unser Leben, unser Verhältnis zur Natur, auch zur eigenen, zur Künstlichkeit, zum Zusammenleben.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hatte in seiner Begrüßungsrede den Zuhörern versichert, dass eine Schließung der Kammerspiele Bad Godesberg als Spielstätte für das Schauspiel des Theaters Bonn mit mir als Oberbürgermeister nicht verhandelbar ist. Für die Stadt Bonn wird es auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe sein, das Schauspiel als festen Bestandteil der Bonner Kulturlandschaft zu wahren und zu pflegen. Musikalisch begleitete der bekannte Jazz-Saxophonist Peter Materna die Matinee. ty