Maria Munkert Bonner Theaterpreisträgerin 2012

2012 fand zum ersten Mal die festliche Preisverleihung auf der großen Bühne der Kammerspiele statt, die musikalisch von einer Jazz-Combo der Musikschule begleitet wurde. Maria Munkert erhielt den Thespis-Preis.  In der Laudatio von Frau Einecke Klövekorn hieß es, sie beschäftige sich gern mit Bühnenfiguren, die etwas schillernd Uneindeutiges haben, manchmal auch zwischen den Geschlechtern changieren. Sie könne einen jungenhaften Charme entwickeln und als selbstbewusste junge Frau auftreten. So schaffe sie immer einen leichten Irritationsraum um sich. Anziehend, aber irgendwie unnahbar. Sehr klar und trotzdem rätselhaft. Dem Träger des Sonderpreises Thilo Beu sind die wunderbaren Bilder zu danken, die -- von einer Theateraufführung bleiben, wenn sie abgespielt ist. Sie vergegenwärtigten plötzlich wieder ganze Szenen. Weit mehr als 500 Schauspiel- und über 100 Opernproduktionen hat er fotografisch begleitet  .....text weiter

Den Festvortrag hielt der Kölner Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Peter Marx über die Situation der öffentlichen Kunst unter Bezug auf die Gottsched´sche Rede von 1729 „Die Schauspiele sind aus einer wohlbestellten Republik nicht zu verbannen“. Kurt P. Tudyka begrüßte viele Repräsentanten des Bonner kulturellen und politischen Lenben-  erinnerte an die Entstehung der „Freunde der Kammerspiele“ als kulturpolitischer Initiative und rief zum steten Engagement auf: „Denn der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheueres“. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch als Schirmherr der Preisverleihung bekräftigte sein gegebenes Wort. „Ja, Herr Prof. Tudyka, ich habe gesagt „Bad Godesberg muss eine voll funktionsfähige Spielstätte für das Schauspiel haben“ und dabei bleibt es selbstverständlich. Der Schirm des Schirmherrn ist also – soweit dies in meiner Macht steht – ein Schutzschirm für das Theater.“ Generalintendant Klaus Weis  verlieh in seiner humorvollen Ansprache den Freunden der Kammerspiele den Untertitel „Kammerjäger", was die FdK als wohlmeinendes Kompliment auffassten, da mit diesem Titel die plakative Verteidigung für den Erhalt der Kammerspiele trefflich gemeint sein könnte. ty